Wenn ich mich nicht mehr verstecke: Über Sichtbarkeit, innere Sicherheit und sanftes Yoga

Veröffentlicht am 1. Januar 2026 um 21:39

Sichtbarkeit ist eines dieser Worte, die leicht klingen und doch tief unter die Haut gehen. Gerade in einer Gesellschaft, die stark von Bewertung, Vergleich und Geschwindigkeit geprägt ist. Drei Sekunden Aufmerksamkeit, ein kurzer Blick, ein Wischen weiter – oft bleibt kaum Raum für Tiefe, für Zwischentöne, für echtes Menschsein. Was dabei gern übersehen wird:

Was dabei gern übersehen wird: Der schärfste Blick kommt nicht von außen. Er kommt von innen.

Viele von uns tragen eine sehr gut trainierte innere Kritikerin in sich. Eine Instanz, die uns zuflüstert, wir dürften uns nur zeigen, wenn alles stimmt. Wenn wir glänzen. Wenn wir sicher sind, niemanden zu provozieren, niemanden zu verletzen, keinen Neid auszulösen. Und selbst dann bitte nur mit angezogener Handbremse, mit Bescheidenheit und Zurückhaltung, bloß nicht arrogant wirken. Sichtbar sein, ja – aber bitte so, dass es niemanden stört.

Psychologisch betrachtet ist dieses Muster kein Zufall. Es ist ein Schutzmechanismus. Viele feinfühlige, reflektierte Menschen haben früh gelernt, dass Sichtbarkeit mit Gefahr verbunden sein kann: Missverständnisse, Ablehnung, emotionale Verletzungen. Unser Nervensystem speichert diese Erfahrungen. Es reagiert mit Rückzug, mit Anpassung, mit Selbstkritik. Sich klein zu halten fühlt sich dann sicher an. Verstecken funktioniert. Oft ein Leben lang.

Doch der Preis dafür ist hoch. Denn während wir versuchen, niemandem im Außen zur Last zu fallen, verlieren wir langsam den Kontakt zu uns selbst. Die eigene Wahrheit wird leiser, das eigene Bedürfnis nach Ausdruck kleiner. Und irgendwann wird selbst das innere Strahlen an Bedingungen geknüpft: Ich darf erst sichtbar sein, wenn ich perfekt bin. Wenn ich stark bin. Wenn ich nichts Angreifbares zeige.

Genau hier beginnt für mich Yoga. Nicht als körperliche Performance. Nicht als weitere Bühne für Optimierung. Sondern als leiser, ehrlicher Raum, in dem Sichtbarkeit wieder im Inneren entstehen darf. In meinen Stunden geht es nicht darum, etwas darzustellen. Es geht darum, etwas zu spüren. Yoga wird zu einer Praxis des Zurückkommens – aus dem Kopf in den Körper, aus dem Funktionieren ins Wahrnehmen.

Wenn wir im Yoga innehalten, den Atem bewusst wahrnehmen, den Körper ohne Urteil bewegen oder auch einmal still bleiben, passiert etwas Entscheidendes: Das Nervensystem beginnt, sich zu regulieren. Die innere Alarmanlage wird leiser. Der innere Kritiker verliert an Schärfe. Plötzlich entsteht Raum, um Fragen zuzulassen, die im Alltag oft übergangen werden: Was fühle ich gerade wirklich? Wo halte ich mich zurück? Was würde passieren, wenn ich mir erlaube, da zu sein – ohne etwas beweisen zu müssen?

MentalYoga, so wie ich es unterrichte, ist genau diesem Prozess gewidmet. Es verbindet sanfte, achtsame Bewegung mit psychologischer Tiefe, Atemarbeit und innerer Ausrichtung. Es ist eine Einladung, dich selbst wieder wahrzunehmen, bevor du dich im Außen zeigst. Eine Praxis, die nicht fordert, sondern hält. Die nicht bewertet, sondern begleitet.

Sichtbarkeit wird hier nicht erzwungen. Sie wächst. Langsam, ehrlich, in deinem Tempo. Manchmal beginnt sie damit, eine Haltung einzunehmen und zu merken, wie viel Spannung du gewohnt bist zu halten. Manchmal damit, einen Gedanken zuzulassen, den du lange weggeschoben hast. Und manchmal einfach damit, zu spüren: Ich darf hier sein. Genau so.

Viele Menschen kommen mit dem Wunsch nach Ruhe und gehen mit etwas viel Tieferem: mit einem neuen Vertrauen in sich selbst. Denn wenn du dich in einem sicheren Raum erleben darfst – ohne Vergleich, ohne Leistungsdruck – verändert sich etwas Grundlegendes. Sichtbarkeit verliert ihren Schrecken. Sie wird nicht mehr zur Prüfung, sondern zur natürlichen Folge innerer Klarheit.

Vielleicht ist es genau das, was in dieser lauten, schnellen Welt fehlt: Räume, in denen wir nicht glänzen müssen, um gesehen zu werden. In denen wir nicht perfekt sein müssen, um wertvoll zu sein. Yoga ist so ein Raum. MentalYoga ist ein Weg – zurück zu dir, zu deiner Wahrheit, zu einer Sichtbarkeit, die sich nicht laut anfühlt, sondern stimmig.

Wenn du spürst, dass du dich oft zurücknimmst, dass dein innerer Kritiker lauter ist als dein inneres Wissen, dass du dich nach einem achtsamen, psychologisch fundierten Zugang zu Yoga sehnst, dann darfst du dir erlauben, diesen Weg zu erkunden. Nicht, um jemand anderes zu werden. Sondern um dich selbst wieder ernst zu nehmen.

Sichtbarkeit beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt dort, wo du dir selbst begegnest.

 


Vielleicht ist Sichtbarkeit kein Ziel, das erreicht werden muss.
Vielleicht ist sie eine Folge davon, sich selbst wieder zu spüren.

Wenn wir aufhören, gegen unsere eigene Zurückhaltung anzukämpfen, und beginnen, sie zu verstehen, entsteht etwas Neues: innere Sicherheit. Und aus dieser Sicherheit heraus darf sich zeigen, was lange leise war. Nicht, um bewertet zu werden. Nicht, um zu glänzen. Sondern um wahrhaftig zu sein.

MentalYoga lädt dich ein, diesen Weg achtsam zu gehen. In deinem Tempo. In deinem Körper. Mit bewusstem Einsatz von Wirkungen auf dein Nervensystem und mit Respekt vor deiner persönlichen Geschichte. Ob in einer einzelnen Stunde, in einer kontinuierlichen Praxis oder in einer tieferen Begleitung – es geht immer um dasselbe: um Verständnis für dich selbst, Verbindung mit deinem wahrhaftigen Kern. Es geht immer um die Selbstliebe als Quelle der Energie für alle Herausforderungen und die Weitergabe dieser Liebe an andere.

Und vielleicht spürst du beim Lesen den Ruf. Den Wunsch, Yoga nicht nur zu praktizieren, sondern es auf einer tieferen Ebene zu verstehen und später auch weiterzugeben.

Yoga nicht als Abfolge von Haltungen, sondern als bewusste Arbeit mit Geist, Nervensystem und Selbstreflexion. Als Raum für Entwicklung – für dich selbst und für andere. Und noch so viel mehr.

Die energetische Yogalehrer*InnenAusbildung gemeinsam mit mir und Manuela Hirtz (www.deineyogaausbildung.com) richtet sich an Menschen, die genau diesen Tiefgang suchen. An diejenigen, die nicht nur unterrichten, sondern begleiten wollen. Die Yoga als inneren Prozess begreifen und lernen möchten, sichere, achtsame Räume zu halten – jenseits von Leistung, Druck und Rollenbildern.

Wenn du dich danach sehnst, Yoga ehrlicher, bewusster und menschlicher zu leben – für DICH oder in deiner Arbeit mit anderen – dann folge diesem Impuls. Manchmal ist er leise. Aber er weiß oft sehr genau, wohin er dich führen will.

Sichtbarkeit beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt dort, wo du dir erlaubst, dir selbst zuzuhören.


Wenn du Interesse an unserem aktuellen Frühbucherpreis hast: er ist nur noch wenige Tage gültig. 

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